Labor für Korrosions- und Verschleißanalyse

Korrosion und Verschleiß verursachen erhebliche betriebs- und volkswirtschaftliche Verluste. Die in den Vorlesungen Werkstoff- kunde I, Spanlose Fertigung und Fertigungstechnik II und Werkstofftechnik (Studienschwerpunkte) vermittelten Kenntnisse werden hier durch anwendungsbezogene Laborversuche vertieft.


Korrosionsuntersuchungen
Chemische (z.B. Tauchversuche, Klimabeanspruchung, Salz- prüftest) und elektrochemische Korrosionsuntersuchungen (z.B. Messung von Elektrodenpotentialen und Korrosionsströmen) ermöglichen es, wirtschaftliche Korrosionsschutzmaßnahmen (z.B. durch Oberflächentechnik, Einsatz geeigneter Inhibitoren) festzulegen.


Probe aus niedrig legiertem Stahl nach chemischer Korrosions-beanspruchung, Randbereiche vorher abgeklebt
Probe aus niedrig legiertem Stahl nach chemischer Korrosions-beanspruchung, Randbereiche vorher abgeklebt

Verschleißuntersuchungen (tribologische Untersuchungen)
Wichtige Verschleißmechanismen bei tribologischen Systemen (z.B. Abrasion, Adhäsion, Tribooxidation, Oberflächenzerrüttung) können in Laborversuchen simuliert werden. Daraus lassen sich Vorschläge zur Verringerung von Verschleißproblemen erarbeiten.


Tensiometrische Untersuchungen
Das Benetzungsverhalten von Festkörpern (z.B. mit metallischer bzw. keramischer Beschichtung) durch Flüssigkeiten kann charakterisiert werden durch deren Oberflächenspannung (polarer und disperser Anteil), die Oberflächenenergie des Festkörpers sowie durch dynamische Kontaktwinkel (Fortschreit- und Rückschreitwinkel). Zur Messung dieser Parameter steht ein Prozessor-Tensiometer zur Verfügung.


Tensiometrische Untersuchungen: Oberflächenspannung (OFS) verschiedener Flüssigkeiten
Tensiometrische Untersuchungen: Oberflächenspannung (OFS) verschiedener Flüssigkeiten


Labor

B 0063
Tel. 089 1265-1107 (Herr Schulz)